Der Staubsauger hat ausgedient

In Workshops erläutert das Umweltministerium interessierten Unternehmen das Konzept, ermöglicht den Erfahrungsaustausch und das Knüpfen von Netzwerken, die sich hinterher oft auszahlen. Im Entstehen ist derzeit ein Dossier, das individuelle Lösungsansätze aufführt, wie Betriebe die zwölf Leitsätze umgesetzt haben. Ecoinn-Manager Thomas Puchan hat dazu eine ganz pragmatische Idee beigesteuert: "Bei uns im Hotel gibt es keinen einzigen Staubsauger. Bei uns sind alle Böden feucht wischbar. Das ist für Allergiker sehr viel gesünder. Das spart Strom und ist damit umweltfreundlich. Und es spart die Anschaffung, ist also ausgesprochen kostenfreundlich."

"All diese Unternehmen betreiben das Thema Nachhaltigkeit mit Herzblut", freut sich Peter Wüstner. "Ihre gemeinsame Sprache ist das nachhaltige Agieren." Überrascht hat ihn, dass auch Global Player wie Daimler oder Bosch und große Unternehmen wie der Flughafen Stuttgart und die Landesmesse die Charta unterschrieben haben, die in erster Linie für kleine und mittlere Unternehmen gedacht war: "Für diese großen Firmen ist das ein Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg und ein Signal an die Mitarbeiter, dass man es ernst meint mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit."

Informationen gibt es unter www.win-bw.com

DIE ZWÖLF GrundSÄTZE DER WIN-CHARTA

Arbeitsplätze in der Region bieten und den Unternehmenserfolg langfristig sichern.

Menschen- und Arbeitnehmerrechte achten und schützen, Chancengleichheit sichern und fördern sowie jegliche Form der Diskriminierung und Ausbeutung in allen unternehmerischen Prozessen verhindern.

Innovationen für Produkte und Dienstleistungen fördern, welche die Nachhaltigkeit steigern und das Innovationspotenzial der baden-württembergischen Wirtschaft zeigen.

Handeln im Geiste der Nachhaltigkeit - vor allem auch im Kontext von Finanzentscheidungen.

Korruption verhindern, aufdecken und sanktionieren.

Ressourceneffizienz steigern, Rohstoffproduktivität erhöhen und die Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen verringern.

Erneuerbare Energien einsetzen, Energieeffizienz steigern und Treibhausgas-Emissionen zielkonform senken oder klimaneutral kompensieren.

Verantwortung für Leistungen und Produkte übernehmen, indem der Wertschöpfungsprozess und der Produktzyklus auf ihre Nachhaltigkeit hin untersucht und diesbezüglich Transparenz geschaffen wird.

Mehrwert für die Region generieren, in der das Unternehmen wirtschaftet.

Anspruchsgruppen und deren Interessen bei allen Prozessen berücksichtigen und beachten.

Anreize zum Handeln und zum Umdenken auf allen Unternehmensebenen setzen und sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch alle anderen Anspruchsgruppen in einen ständigen Prozess zur Steigerung der unternehmerischen Nachhaltigkeit einbeziehen.

Wohlbefinden der Mitarbeiter und deren Interessen achten, schützen und fördern.